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Bürgerfunkstudio im Bert-Brecht-Haus
Langemarkstraße 19-21
46042 Oberhausen
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Tel.: 02 08 / 8 25 - 20 93
Fax: 02 08 / 8 25 - 54 31
Email:
buergerfunk@oberhausen.de
Ihr Ansprechpartner:
Ulrich Otto

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Journalistisches Handwerk

Zum journalistischen Handwerk im Hörfunk gehört die Recherche von Informationen, deren Aufbereitung in hörfunkgerechte Sendeformen von den Nachrichten bis hin zum Hörspiel und eine adäquate Präsentation am Mikrofon. Abgesehen von subjektiven Geschmacksfragen lassen sich journalistische Fragen danach beurteilen, ob sie richtig oder falsch bearbeitet wurden: Stimmen die Quellen? Sind die Informationen gründlich recherchiert worden? Passt die Sendeform zum Thema? Ist die Präsentation verständlich? Usw. Dies gilt auch für nicht-sachliche Themen wie z. B. der Comedy. Wie bei Nachrichten, Meldungen und Berichten müssen auch hier ein roter Faden, eine ansprechende Präsentation und die Pointen stimmig sein. Zum journalistischen Handwerkszeug gehört auch das Anlegen eines eigenen Archivs, die Dokumentation der eigenen Beiträge bis hin zur Darstellung der eigenen Redaktion auf der Internetseite des Bürgerfunkstudios der Stadt Oberhausen. Radioarbeit geht über den reinen Sendebetrieb hinaus und verlangt immer mehr nach einer Ergänzung durch das Internet. Gerade die Konvergenz der Medien ist am Beispiel von Hörfunk und Internet besonders deutlich spürbar.

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Recherche

Recherche bedeutet nachforschen, ermitteln, untersuchen. Es zählt zu den ureigensten journalistischen Arbeitsweisen Hintergründe und Zusammenhänge herauszufinden und darzustellen. Zunächst ist zu klären, ob ein Thema tatsächlich wichtig ist? Was ist an der Geschichte dran? Wen interessiert dies? Dann geht es darum möglichst vollständige und umfassende Informationen zu bekommen. Zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehört es ein Streitthema von unterschiedlichen Standpunkten zu beleuchten. Diese Meinungen sollten auch in der Sendung zu Wort kommen. Wichtigstes Arbeitsmittel bei der Recherche ist nach wie vor das Telefon. Dadurch kann man die ersten Informationen und Meinungen der Gesprächspartner zunächst abfragen bevor der Aufnahmetermin stattfindet. Beim Umgang mit Behörden müssen Sie behutsam umgehen. Bei Themen, die die Stadt betreffen, führt kein Weg an der Pressestelle vorbei. Sie vermitteln die Ansprechpartner zu einem Sachverhalt. Allerdings sollten Sie sich nicht abwimmeln lassen. Die öffentlichen Behörden unterliegen auch einer Auskunftspflicht gegenüber der Presse.

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Sendeplanung

Bei der Sendeplanung ist die Wahl des Themas entscheidend. Insbesondere muss ein gezielter Blickwinkel gewählt werden, der im Hörfunk auch darstellbar ist. Zunächst sollten Sie Ideen sammeln, um später zu einer Eingrenzung des Themas zu kommen. Sinnvoll ist eine Sendeplanung, die gleich mehrere Sendungen im Blick hat. Allerdings muss man in gewisser Weise vor Sendereihen im Bürgerfunk warnen, denn dies setzt das gezielte Einschalten des Hörers voraus. Bei unregelmäßigen Sendeterminen ist das besonders schwierig. Grundsätzlich gilt für die redaktionelle Arbeit im Hörfunk: weniger ist mehr. Umfassende, seitenlange Darstellungen sind den großen Zeitungen vorbehalten. Jede einzelne Sendung sollte verstehbar und damit hörbar sein.

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Sendeaufbau

Fast alle Hörfunksender sind mittlerweile formatiert. D.h. jede Sendestunde folgt einem bestimmten Muster. Nur wenig wird noch dem Zufall überlassen. Jede Zeit wird verplant. Hinter jedem Format steckt ein Sendekonzept. So sind die Wortanteile bei Sendern wie EinsLive und den privaten Hörfunkstationen relativ kurz. Das gängige Beitragsformat beläuft sich auf 1 Minute und 30 Sekunden oder noch kürzer. Dagegen bringen Wort-Sender wie WDR 5 oder der Deutschlandfunk auch Wortbeiträge von 6 bis 8 Minuten Länge.

Aber nicht nur das Verhältnis von Wort und Musik ist im Format festgelegt. Es gibt für jede Sendestunde eine Sendeuhr, die von allen Moderatoren und Redakteuren befolgt werden muss. In der Regel unterscheiden sich die Sendeuhren im Tagesverlauf. Ein Beispiel für eine Senduhr einer Magazinsendung: nach den Nachrichten zur vollen Stunden, Verkehr und Wetter folgen zwei Musiktitel und erst dann wird der erste Wortbeitrag eingespielt, sei es ein Beitrag oder ein Interview. So liegt der Hauptbeitrag einer Sendestunde auf dem Sendeplatz um ca. 12 Minuten nach der vollen Stunde, wovon man sich die höchste Aufmerksamkeit verspricht. Diese Belegung der Sendeplätze im Verlauf einer Stunde mit Beiträgen, Interviews, Moderationen und Werbung ist alles eine Frage der Entscheidung.

Selbst das Intro zur Sendung oder der sogenannte Showopener zu Beginn unterliegt keinen Regeln. Lange Zeit war es im Hörfunk üblich, das sich zuerst der Moderator vorstellt und dann einen Kurzüberblick zu den Themen der Sendung liefert. Heute nennen die Moderatoren meistens nur ihren Namen und vielleicht den Titel der Sendung. Manche Sender wie EinsLive lassen sogar die Titel zu den Sendungen weg.

Alle Formen gibt es in den verschiedenen Rundfunkstationen in Deutschland. Wichtig ist nur zu überlegen, ob die Sendung nach einer Formatuhr ausgerichtet werden soll und wenn ja nach welcher. Schwierig wird es, wenn Sie jede Sendung nach einem unterschiedlichen Konzept fahren. Dann fällt es dem Hörer schwer die Sendung wiederzuerkennen. Gerade bei unregelmäßigen Sendeterminen kann eine formatierte Sendung den Wiedererkennungseffekt erhöhen. Hörgewohnheiten stellen sich grundsätzlich nur nach längerem Hören von Vertrautem ein.

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Schreiben

Schreiben für das Hören

Zwischen Lesen und Hören besteht ein gewaltiger Unterschied. Drei Beispiele: der Hörer muss warten, bis wieder etwas kommt, was ihn interessiert, er kann die Reihenfolge der Informationen nicht beeinflussen. Er hat keinen Überblick über den Aufbau einer Sendung, über Inhalte, Anfang und Ende. Er kann jedes Wort, jede Information nur einmal hören. Zurückblättern, Wiederholen oder erst mal nur die Überschriften überfliegen - das geht im Radio nicht. Das heißt, dass jeder Text im Radio sehr verständlich sein muss.

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Wortwahl

Die gesprochene Sprache ist einfach, klar und verständlich. Der Hörer muss Schritt für Schritt informiert werden. Verständlichkeit wird auch durch Abwechslung erreicht. Im Text müssen dem Hörer Gliederungshilfen wie z.B. Zusammenfassungen oder ein Fazit geboten werden. Radiosprache ist Alltagssprache, ist gesprochenes Wort, ist lebendige Sprache.

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Praxistipps

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Sendeformen

Bericht

Unter einem Bericht versteht man eine kurze, sachliche Darstellung einer Information. In der Regel enthält ein Bericht keine O-Töne sondern lediglich die zusammenfassende Darstellung des Autors. Im Hörfunk wird dies häufig Aufsager genannt oder in Form eines Telefonberichts genutzt.

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Gebauter Beitrag

Er ist nach wie vor der Klassiker im Hörfunk - ein kleines Kunstwerk. Für den gebauten Beitrag sind auch andere Bezeichnungen üblich wie BMO - Beitrag mit Originaltönen, BME - Beitrag mit Einspielungen usw. All diesen Bezeichnungen ist gemeinsam, dass ein Beitrag ein Wechselspiel von O-Tönen, Zwischentexten, ggf. Musik, Geräusche und Atmosphären darstellt.

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Anmoderation

Der Beitrag beginnt mit einer Anmoderation, einer Einleitung durch den Moderator, die zum Thema hinführen soll. Die Anmoderation weckt Interesse, erläutert die Brisanz oder Aktualität und benennt das Thema. Sie baut Spannung auf und zieht den Hörer in den Beitrag hinein. Nach der Anmoderation folgt entweder ein O-Ton oder ein Text des Autors. Dies sollte aus der Anmoderation auch hervorgehen. Nichts klingt peinlicher, wenn man einen Beitrag von z.B. Markus Schmidt ankündigt und dann folgt eine Frauenstimme. Der Hörer muss halt immer genau wissen, wer spricht, wer ist Autor, wer ist Interviewpartner. So fällt der Name des Autors entweder in der An- oder Abmoderation.

Letztlich gibt es nur zwei Formen der Anmoderation. Entweder man beginnt mit dem Allgemeinen und kommt langsam zum Besonderen oder umgekehrt. Beispiel: Der Hunger in Afrika wird immer größer. Davon ist der Norden von Niger betroffen. In einem kleinen Dorf lebt der achtjährige Mustafa - oder umgekehrt: der achtjährige Mustafa, lebt in einem kleinen Dort im Norden von Niger........ Beide Varianten sind möglich und sollen auch nur eine Strukturhilfe für die Formulierung sein. Jede andere Variante ist auch möglich, solange die Verständlichkeit und ein roter Faden gewährleistet sind.

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Dramaturgie eines gebauten Beitrags

Jeder Beitrag erzählt eine Geschichte, einen Bericht mit einer Spannungskurve. Er folgt daher einer bestimmten Erzählperspektive. Welche Geschichte und aus welcher Sicht wollen Sie diese Geschichte erzählen? Wollen Sie z.B. einen Beitrag aus Sicht von Betroffenen machen oder einen sachlichen Streit über ein Thema darstellen? Dies ist eine Entscheidung die vor der Produktion getroffen werden muss. Ist die Perspektive, mit der Sie erzählen wollen klar, fällt die Produktion leicht, denn dann weiß man, welche Fragen man stellen muss.

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O-Ton

O-Ton steht für Originalton. Darunter fallen alle Antworten, die Sie auf Ihre Fragen erhaltet. O-Töne sind daher originell und originär. Formulierungen, die man schon tausendmal gehört hat, langweilen. Markante Sätze sind gefragt und kein allgemeines, unverbindliches Gerede.

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O-Töne im Beitrag

Originale und originelle Antworten sind das Salz in der Suppe. Sie machen einen Beitrag lebendig. Ein O-Ton muss daher originell, prägnant und authentisch sein, damit er zum Hinhörer wird. Durch O-Töne kommen Menschen zu Wort. Sie charakterisieren die Leute und die Atmosphäre. O-Töne sind das tragende Element eines Beitrags. Dennoch sollte die Handschrift des Autors als Macher dieses Beitrags auch erkennbar sein.

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Mod-O-Ton

Mod-O-Ton steht für Moderation O-Ton: hier spricht der Moderator die Texte - im Gegensatz zum gebauten Beitrag - und die O-Töne werden zugespielt. Dies ist eigentlich eine verkürzte Form eines gebauten Beitrags, bei dem aber die Rolle des Moderators und nicht eines Reporters im Vordergrund steht. Der Moderator spricht und präsentiert die O-Töne, er führt das Thema. Man wählt eine Mod-O-Ton, wenn z.B. das Thema nicht wichtig genug erscheint, um einen eigenständigen Beitrag durch einen Reporter, einen Autor produzieren zu lassen oder um die Moderatoren-Rolle als Informationsträger zu stärken.

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O-Ton-Collage

Damit ist eine Reihe von O-Tönen gemeint, die unkommentiert hintereinander geschnitten werden. Es gibt lediglich eine kurze Einleitung durch den Moderator. Häufig sind O-Ton-Collagen das Ergebnis einer Umfrage zu einem kontroversen Thema, so dass die Unterschiedlichkeit der Meinungen deutlich wird. Dabei ist die Reihenfolge der O-Töne ganz wichtig. Mit einem starken, markanten O-Ton starten und auch am Ende sollte eine knackige Äußerung stehen. Ein Wechsel der Stimmen macht die Collage bunt und abwechslungsreich. Frauen, Männer, jung und alt sollten Sie bunt mischen oder thematisch zusammenfassen. Bei Pro- und Contra- Meinungen können die Antworten entweder einzeln gegeneinander gestellt werden oder gesammelt nach pro und contra.

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Zwischentexte im Beitrag

Sie sind das Bindeglied zwischen den O-Tönen. Sie nehmen das Gesagte auf, ergänzen es, fassen zusammen und führen zur nächsten O-Ton-Äußerung hin. Im Zwischentext müssen Sie den Interviewpartner und dessen Funktion benennen. Ein guter, spannend geschriebener Text kann aus mäßigen O-Tönen einen guten Beitrag machen. Schreiben für das Hören.

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Abmoderation

Falls der Autor des Beitrags nicht zu Beginn genannt wurde, sollten Sie jetzt seinen Namen nennen. Dies kann er entweder selbst am Ende des Beitrags in Form eines Abbinders tun wie z.B. "Markus Schmidt für ?." oder dies vom Moderator sagen lassen. Die Abmoderation kann eine stichwortartige Zusammenfassung des Beitrags beinhalten, Servicehinweise geben und/oder auf das folgende Programm verweisen. Zum Service: endlos lange Telefonnummern sind im Radio zwecklos, denn es sitzt so gut wie niemand mit Zettel und Stift neben dem Radio, um sich lange Nummern zu notieren. Den einprägsamen Namen einer Homepage kann sich der Hörer schon besser merken.

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Reportage

Die Reportage ist der klassische Live-Bericht eines Korrespondenten von einem bestimmten Ort oder Geschehen. Das beste Beispiel ist die Sportreportage. Sie folgt keinem vorgegeben Schema, sondern berichtet von aktuellen, spontanen Ereignissen. Aufgabe der Reportage ist es, dem Hörer das Geschehen vor Ort bildlich zu veranschaulichen. Praxistipp: eine Reportage ist eine der schwierigsten journalistischen Arbeiten. hilfreich sind eine vorherige Absprache über das genaue Thema, eine Auswahl der Gesprächspartner vor Ort, ein roter Faden möglichst mit Stichworten und sowohl einen Anfangs- und Schlusssatz, so dass man gut in die Reportage hinein- und wieder herausfindet. Es gibt auch eine sogenannte geputzte Reportage. Dabei werden Reporteraufnahmen vor Ort mit Aufnahmen aus dem Studio gemischt.

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Umfrage

Ganz wichtig ist auch hier die Vorbereitung. Sie müssen sich genau überlegen, welche Frage bzw. Fragen Sie stellen wollen. Versuchen Sie freundlich auf die Leute zuzugehen und nicht sie zu überrumpeln. Nicht fragen, ob man fragen darf. Dies ermöglicht nur die Ausrede, keine Zeit zu haben. Kleine Einleitungssätze wirken Wunder. So kann sich der überraschte Interviewpartner in der Fußgängerzone auf das Thema kurz einstellen. Er ist ja nicht vorbereitet und rechnet nicht damit vor ein Mikrofon zu einem Thema Stellung beziehen zu müssen. Fehlversuche muss man bei Unfragen in der Fußgängerzone in Kauf nehmen. Nicht entmutigen lassen. Mal den Ort wechseln. Vielleicht findet Sie einen Ort, an dem die Leute ein wenig stehen bleiben.

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Feature

Ein Feature ist in der Regel ein ausführlicher Beitrag, der aber mit Geräuschen und Atmosphären ergänzt wurde. Somit geht ein Feature deutlich über einen reinen Wortbeitrag hinaus. Er nutzt die akustischen Elemente des Radios und verwendet nicht nur die Sprache.

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Glosse/Comedy

Eine Glosse ist eine spöttische Randbemerkung, ein polemischer Kommentar in den Medien. Sie zählt zu den schwierigsten Sendeformen im Hörfunk. Inhalt und Präsentation müssen stimmen. Die Pointen müssen sitzen. Es ist ein großer Unterschied einerseits privat einen Witz aus dem Stegreif zu erzählen und andererseits diesen Gag auch öffentlich zu präsentieren. Im Hörfunk kommt die Schwierigkeit dazu, dass man sein Publikum nicht sieht und daher auch keine Reaktionen erkennen kann. Gerade angesichts des aktuellen Comedy-Fiebers ist Vorsicht angesagt. Nichts ist peinlicher als eine verpasste Pointe.

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Hörspiel

Bei einem Hörspiel handelt es sich in der Regel um eine ausgedachte Geschichte, die eigens für das Radio produziert worden ist. Dazu gehören alle nur denkbaren akustische Elemente wie Sprache, Gesang, Musik, Geräusche, Atmosphären usw. Zum Hörspiel zählen aber auch die Vertonungen von literarischen Vorlagen. Wird die Literatur allerdings "nur" vorgelesen handelt es sich um ein Hörbuch. Viele Hörbuchverlage haben seit Jahren große Erfolge mit Hörbüchern zu verzeichnen. Sie verpflichten häufig Schauspieler, da sie mit ihrer Gestik und Mimik auch vor dem Mikrofon das Gesagte veranschaulichen können. Die Schauspieler lesen halt nicht nur vor, sondern machen die Figuren lebendig, ja vorstellbar. Dies ist Arbeit am Mikrofon im klassischen Sinne.

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Korrespondenten- oder Kollegengespräch

Darunter versteht man ein Fachgespräch zwischen Journalisten. Dies findet entweder im Studio statt oder zwischen Moderator und Reporter vor Ort. Dies eignet sich für die Darstellung von Ereignissen oder die Zusammenfassung komplizierter Sachverhalte wie z.B. Erläuterungen zur Gesundheitsreform. Ebenso gibt es bei den großen Sendern so genannte Gerichtsreporter. Diese besitzen häufig eine juristische Ausbildung und können dementsprechend fachlich berichten.

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Meldung

Eine Meldung ist ähnlich wie der Bericht eine sachliche Mitteilung von Informationen. Allerdings ist die Meldung noch kürzer als ein Bericht. Auf die Schilderung von Einzelheiten wird weitgehend verzichtet. Klassisches Beispiel ist ein Verkehrshinweis.

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Kurzelemente

Drop In: während der Ramp oder einer Bridge eines Musiktitels - also der Abschnitte, in denen keine Sprache zu hören ist - können kurze, vorproduzierte Sounder eingespielt werden, z.B. eine Station-ID Jingle: ist ein sehr kurzes akustisches Element, um zwei Programmteile zu überbrücken, dies kann eine nur mehrere Sekunden lange Station-ID sein oder ein Instrumental zwischen zwei Musikstücken. Station ID: Station-Identification, sie gibt den Namen der Radiostation bekannt, unterschiedlich gesprochen, zumeist mit Musik und Geräuschen unterlegt, sie dient der Wiedererkennung eines Senders, einer Sendung. Teasing: ein Teasing oder ein Teaser sind Vorankündigungen, Hinweise auf das gleich oder später folgende Programm. TEB: Three Element Break. Dies ist eine Kurzmoderation, die zumindest drei Elemente enthält wie z.B. Name des Moderators, die Uhrzeit und eine Musikmoderation. Trailer: der Trailer ist ein fertig produzierter Programmhinweis, der in der Regel 30 bis 40 Sekunden lang ist. Sie wird im Tagesverlauf über mehrere Sendungen gestreut, z.B. Hinweis auf eine Veranstaltung des Senders. Der Moderator bleibt in den meisten fällen außen vor, um den werbeähnlichen Charakter der Produktion nicht zu stören.

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Moderation

Moderationsstil

Einen allgemein verbindlichen Moderationsstil gibt es nicht. Es ist immer eine Frage des Sendekonzeptes und eine Frage der Persönlichkeit des Moderators in welcher Art und Weise moderiert werden soll. Wichtig ist nur, dass man sich darüber Gedanken macht und immer wieder an dem eigenem Moderationsstil arbeitet. Wie will ich mich selbst und das Thema darstellen? Bin ich mehr der sachlich nüchterne Typ oder eher der witzige Unterhaltungsmoderator? Wirke ich authentisch? Spreche ich die Hörer an? Bin ich verständlich? Der überwiegende Teil der Sender und Moderatoren hat sich in den letzten Jahren dem sogenannten Infotainment verschrieben. D.h. Information und Entertainment werden in der Rolle des Moderators miteinander verbunden.

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Rolle des Moderators

Er bildet mit seiner Stimme und seinen Inhalten den roten Faden einer Sendung. Er vermittelt dem Hörer alle notwendigen Informationen, er erklärt, fasst zusammen und verweist auf die nächsten Themen. Der Moderator besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Über seine Person werden die Informationen transportiert. Er muss sich selbst als Macher einer Sendung begreifen oder als Begleiter des Hörers. Viele Sender bauen gerade auf die Persönlichkeit des Moderators um die Hörerbindung zu verstärken. Sie stellen ihn bewusst in den Vordergrund. Sie produzieren eine so genannte Personality-Show. Ursprünglich ist die Rolle des Moderators von der Wortbedeutung her eher als gemäßigt, zurückhaltend oder maßvoll definiert worden.

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Aircheck

Am besten lernt man das Moderieren durch das Abhören der eigenen Sendung, die über den Äther gegangen ist - also dem Aircheck. Das ist eine notwendige Qualitätskontrolle. Hören Dritte die Sendung, so können sie wertvolle Tipps und Anregungen bieten. Dabei sollten auf zahlreiche Aspekte geachtet werden: Stimme, Sprache, Moderation, Redaktionelles Konzept, Musikfarbe, Musikpräsentation, Technik.

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Interview

Interviewvorbereitung

Zunächst sollten Sie das Thema genau definieren und eingrenzen. Was ist Ihnen über das Thema selbst bekannt? Wie lautet Ihre Meinung zu dem Thema? Dann müssen Sie das Ziel des Interviews festlegen. Wollen Sie jemanden persönlich vorstellen oder wollen Sie auf ein unbekanntes Problem aufmerksam machen - kurz: worum soll es gehen? Wie sieht die Sendeplanung aus?

Vollständig ist ein Interview erst dann, wenn die sogenannten 6-W-Fragen beantwortet sind: Wer? Was? Warum/Wieso? Wann? Wie ? Wo? Je nach Themenwahl ist es entscheidend, wer der richtige Gesprächspartner ist. Dies herauszufinden erfordert in der Regel einige Anrufe. Je mehr und kompetenter der Gesprächspartner etwas zum Thema sagen kann, desto besser gelingt das Interview. Also nicht gleich denjenigen auswählen, der am schnellsten erreichbar ist. Der falsche Gesprächspartner kann ein Interview langweilig und leer machen.

Genauso wichtig ist es einen geeigneten Interviewtermin und -ort festzulegen. Für die Aufnahme müssen Sie eine ansprechende Gesprächssituation herstellen, indem Sie z.B. über Eck sitzen. Niemals ein Interview führen, bei dem der Befragte sich hinter einem Schreibtisch versteckt. Eine Sitzecke gibt es fast immer. Tisch und Stuhl sind besser, als zusammengequetscht auf dem Sofa hocken. Kurze Interviews können auch im Stehen aufgenommen werden. Zum Aufnahmeort gehört ein Blick durch den Raum. Wie klingt es hier. Ist es zu hallig? Sind die Fenster geschlossen, um plötzlich auftretende Außengeräusche zu vermeiden? Ihren Interviewpartner sollten Sie über die Länge des Interviews aufklären und darüber, wofür Sie es verwenden wollen. Der Interviewpartner fühlt sich sicherer und besser informiert, wenn er eine Visitenkarte oder sogar eine Imagebroschüre des Bürgerfunkstudios/Ihrer Radiogruppe erhält. Name, Vorname ggf. Alter, Position und Funktion des Gesprächspartners am besten gleich im Vorgespräch klären. Bei schwierigen Namen bitten Sie den Gesprächspartner diesen kurz aufzusprechen, damit Sie ihn später korrekt wiedergeben können. Im Vorgespräch informieren Sie den Interviewpartner über einige inhaltliche Punkte, über das genaue Anliegen, ohne einzelne, konkrete Fragen abzusprechen. Die Einreichung eines Fragenkatalogs sollten Sie stets höflich ablehnen. Dies macht ein Gespräch nur steif und verhindert einen Dialog. Selbstverständlich sollten Sie beachten, ob der Gesprächspartner es gewohnt ist Interviews zu führen. Durch ein ruhiges Vorgespräch lassen sich Unsicherheiten abbauen. Niemals die Aufnahmetechnik mit besonderen Worten hervorheben. Das Mikro löst häufig Angst aus. Sie müssen die Technik quasi nebenbei bedienen. Es ist halt nur ein Gerät. Der Kontakt sollte zwischen den Gesprächspartner entstehen.

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Interviewformen

Formal kann man zwischen einem Recherche-, Sach-, Personen- oder Meinungsinterview unterscheiden. In der Praxis sind die Interviews häufig Mischformen. Wohin soll das Interview führen? Will ich mehr eine Sache/ein Problem darstellen oder ist mir die Person selber wichtiger? Wenn das klar ist, hat das Interview auch einen roten Faden, ja ein Ziel.

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Frageformen

Es gibt allgemeine, offene Fragen wie z.B. was interessiert Sie an dem Projekt XY? Diese Fragen verlangen nach Informationen, die der Interviewpartner ausdrücken muss. Eine kurze ja/nein Antwort erhält man dagegen auf geschlossene Fragen wie z.B. hat Ihnen das Projekt XY gefallen? Suggestivfragen nehmen die Antwort schon vorweg wie z.B. das war doch ein gutes Spiel? Sie sollten auf jeden Fall vermieden werden.

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Frageanordnung

Um ein Interview zu eröffnen, sind am Anfang allgemeine und offene Fragen sinnvoll. Es ist die Kunst des Reporters den Interviewpartner ans Reden zu bringen. Erst im weiteren Gesprächsverlauf schließen sich geschlossene, konkrete und spezielle Fragen an. Zuhören ist absolut wichtig und je nachdem wie die Antworten ausfallen, sollte man flexibel weiterfragen. Dies gelingt umso besser, je mehr Themen in Stichworten während der Vorbereitung gesammelt wurden. Allerdings sollte man nicht alle Fragen ausformulieren, damit kein schematisches Interview mit einem Fragenkatalog entsteht. Natürlich kann die Frageanordnung vom allgemeinen zum konkreten auch umgedreht werden. Das hängt davon ab, ob der Gesprächspartner es gewohnt ist Interviews zu geben. Also es geht auch so: zunächst eine entscheidende Frage stellen ob jemand für oder gegen etwas ist und dann warum, wieso, weshalb fragen, um die Begründungen und Hintergründe herauszukriegen. Nicht jede Frage sollte ein ganz neues Thema anschneiden, denn damit verliert der Hörer die Übersicht. Ein fehlendes Schwerpunktthema erschwert es dem Hörer das Interview nachzuvollziehen.

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Interviewverhalten

Zuhören! So einfach es klingt, es ist das Schwierigste bei einem Interview. D.h., dass man sich während des Gesprächs auch umstellen kann und nicht einen Fragenkatalog abarbeitet. Nachhaken und Nachfragen ist wichtig. Bei ausweichenden Antworten müssen Sie notfalls eine Entscheidung, eine Antwort mit einer geschlossenen Frage erzwingen wie z.B.: stimmen Sie diesem Argument jetzt zu oder nicht? Geben Sie niemals das Mikrofon und damit das Konzept aus der Hand. Als Reporter sind Sie tonangebend. Allerdings sollten Sie nur bedingt unterbrechen. Es klingt nicht schön, wenn sich zwei Gesprächspartner ständig ins Wort fallen. Falls der Gegenüber aber abschweift und kein Ende in seinem Reden findet, müssen Sie natürlich einschreiten. Hörbar sind bei allen Aufnahmen auch die zustimmenden oder ablehnenden Laute, die Sie von sich geben. Damit verraten Sie ihre Meinung, Ihre Haltung und verlassen damit den Neutralitätsanspruch des Journalisten. Außerdem klingt ein ständig wiederkehrendes mmmh, mmmh ziemlich unprofessionell. Also am besten: Brummen, Klimpern und Klappern vermeiden.

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Nachrichten

Aufbau von Hörfunknachrichten

Eine Meldung beginnt mit dem so genannten Leadsatz - der eigentlichen Nachricht. Der erste Satz stellt das Wichtige, das Neue, die zentrale Aussage dar. Ihm folgt an zweiter Stelle die Quellenangabe. Daran schließen sich weitere Hintergrundinformationen und Details an. Eine Nachricht wird halt so geschrieben, dass das Unwichtigste zuletzt geschrieben steht, so dass man den letzten Satz theoretisch weglassen könnte.

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Stellenwert der Nachrichten

Nachrichten haben einen hohen Stellenwert in der Hörergunst. Sie vermitteln Seriosität und Kompetenz. Das Nachrichtengeschäft gehört zum journalistischen Handwerkszeug. Gelingt das Schreiben von Nachrichten, fallen auch die Sendeformen wie Gebaute Beiträge und Feature leichter. Nachrichtenthemen lassen sich zu allen Sachgebieten finden. Auch Informationen aus der Musikbranche sind Nachrichten. Entsprechend aufbereitet können die Informationen zu einer wichtigen Informationsquelle für den Hörer werden.

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Verwendung von O-Tönen

Die Verfechter der klassischen Nachrichtenlehre präsentieren Nachrichten von einem Profisprecher, der nicht gleichzeitig der Verfasser, der Redakteur der Meldung ist. Ebenso gibt es in diesen Medien keine O-Töne, um keinerlei subjektive Färbungen in die Sachlage zu bringen. So handhabt es der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk aus Köln. Die meisten Hörfunksender sind aber dazu übergegangen, Nachrichten mit O-Tönen zu präsentieren. Einerseits können dies O-Töne von Interviewpartnern sein, wie z.B. die Stellungsnahme eines Politikers. Andererseits werden häufig auch so genannte redaktionelle O-Töne verwandt, die ein Journalist recherchiert und formuliert hat wie z.B. die zusammenfassende Darstellung über die aktuelle Gesundheitsreform.

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Vollständigkeit von Nachrichten


Eine Nachricht ist vollständig, wenn sie die so genannten 6-W-Fragen beantwortet. Wer?, Was?, Warum/Wieso? Wann?, Wie? Wo? Dies gilt übrigens nicht nur für trockene Nachrichten sondern auch für Interviews und gebaute Beiträge. Auch sie müssen eine Antwort auf diese Fragen haben, um umfassend zu berichten.

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Musik

Musikfarbe

Mit Musikfarbe ist die gesamte Art und Weise der Musik eines Senders gemeint. Die Musikfarbe von WDR 4 ist halt deutsche Schlagermusik. Die meisten privaten Hörfunksender spielen aktuelle Rock-Pop-Songs aus den Charts und Oldies. Zu dieser Musikfarbe sagt man auch middle of the road - also in der Mitte der Straße und damit keine außergewöhnlichen Stücke aus Jazz, Punk oder Klassik.

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Musiklaufplan

Die Live-Sender fahren die Musik meistens nach einem ganz bestimmten Musiklaufplan ab - der sogenannten Playlist. Darin ist genau aufgeführt wann welcher Titel gespielt werden muss. Dies wird dem Moderator vorgeschrieben. Im offenen Kanal ist man dagegen in der Musikauswahl völlig frei. Das heißt aber nicht, dass insbesondere in Musiksendungen einfach ein Titel nach dem anderen über den Äther gehen kann. Musikauswahl gehört zur Redaktion. Sie müssen eine gezielte Auswahl treffen und eine Reihenfolge festlegen, die sinnvoll erscheint und die möglicherweise zu einem Thema passt. Also: vor der Produktion alle Titel auswählen und die CDs griffbereit in der gewünschten Reihenfolge bereitlegen. Auch der letzte Titel sollte noch in ganzer Länge hörbar sein. Abgebrochene Titel klingen schrecklich.

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Musikmoderation

Die Ramp eines Stückes kann zum Moderieren genutzt werden (Ramptalk). Niemals aber mit deutscher Sprache über deutsche Musiktexte moderieren. Die Bridge eines Liedes eignet sich für eine kurze Moderation z.B. Bekanntgabe eines Zwischenergebnisses im Sport. Computerprogramme in Live-Studios zeigen die Musikteile ohne Gesang farbig an. Ist dies nicht vorhanden, muss man die Länge der Ramp oder der Bridge zuvor ausmessen und die Länge seines Moderationstextes danach ausrichten. Kennt man die Musik seiner eigenen Sendung gut, ist es auch möglich nach Gefühl zu moderieren. Erfahrene Moderatoren spüren, wann der Gesang einsetzt. Ramptalk erfordert Übung und klingt sehr professionell. Entscheidend ist das Verhältnis von Wort und Musik. Die Aussteuerung muss so vorgenommen werden, dass das Wort deutlich über der Musik zu hören ist.

Ganz wichtig ist außerdem das richtige Reingehen in die Musik. Indem der Moderator mit seinem Text beginnt, muss die Musik unhörbar leiser werden. Dies geschieht gleichzeitig und nicht hintereinander, da eine hörbare Blende als Bruch empfunden wird. Am besten im Takt und nach dem Refrain über die Musik, in die Musik hineinsprechen - möglichst in einer zum Musiktitel passenden Geschwindigkeit.

Gerade in Musiksendungen ist die Reihenfolge der Musikstücke nicht beliebig und zufällig. Eine gute Zusammenstellung der Titel ist für den Hörgenuss entscheidend. Beispielsweise sollten Sie nie von einem schnellen zu einem langsamen Titel übergehen, denn dies wird als Verlangsamung, ja als Bruch empfunden. Sollte es nicht anders möglich sein, müssten Sie die Blende von quick to slow mit einer Moderation, einem Jingle oder einem Drop In überbrücken. Eine Musikmoderation beinhaltet auch nicht lediglich den Interpreten und den Titel des Stücks zu nennen. Dies weiß der Hörer häufig selbst. Er verlangt von den Leuten im Radio deutlich mehr. Hier setzt die Recherche ein. Dann nimmt der Hörer den Moderator als kompetent und glaubwürdig wahr.

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Unterleger

Eine Grundregel in vielen Privatstationen lautet: niemals trocken moderieren, d.h. jeder Wortbeitrag ist durch ein Musikbett unterlegt. Auch hier gibt es keine Gesetze. Unterleger bringen aber Dynamik in die Sendung. Je nachdem welchen Charakter der Unterleger hat, ob schnell, sachlich, spannend oder aufregend, unterstützt das Musikbett den Inhalt des Beitrages. Sie können auch selbst ein Musikbett herstellen, indem Sie ein paar Takte eines Musikstücks entsprechend oft verdoppelt und hintereinander schneiden. Dies muss natürlich technisch korrekt und rhythmisch stimmig sein.

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Liedaufbau

Moderne Pop-Rock-Stücke enthalten in der Regel ein Intro, mehrere Strophen, einen Refrain, einen Zwischenteil und ein Outro. Beginnt der Titel nicht gleich mit Gesang so spricht man von einer Ramp. Häufig folgen in Musikstücken auch Zwischenteile, die nur instrumental sind. Dann spricht man von einer Bridge. Beim Outro unterscheidet man einen Fade, also das langsame Ausblenden des Titels, einen Cut, also das kurze, plötzliche Ende eines Stückes. Dazu gibt es reichlich Zwischenformen wie Quick Fade oder Slow Cut. Am Ende eines ausklingenden Titels kann man gefühlvoll rein sprechen. Ist dies gut gemacht, erhält die Sendung einen angenehmen Fluss. Musik und Wort gehen halt harmonisch ineinander über. Dies ist häufig eine Geschmacksfrage. Manche mögen den ruhigen Moment nach einem Musikstück. Andere wünschen einen eher dynamischen, schnelleren Moderationsstil.

Endet der Musiktitel allerdings mit einem Cut, darf nicht geblendet oder sogar rein gesprochen werden. Die Wort-Moderation schließt dann unmittelbar an dem Schlussakkord an. Der Liedaufbau muss dem Moderator bekannt sein. Dazu gehören allgemeine Repertoire-Kenntnisse und spezielle Informationen zu den ausgewählten Musikstücken seiner Sendung. Auf jeden Fall: Vorhören! D.h. Sie müssen wissen, wie ein Titel beginnt und endet, um daran Ihre Moderation auszurichten.

Blenden (Faden)

Es gibt zahlreiche Arten Musikstücke zu blenden. Eine der wichtigsten Blenden ist die so genannte Kreuzblende. Dabei wird ein Titel langsam ausgeblendet und der nächste eingeblendet. Von der Studiopraxis bedeutet dies, dass ein Regler am Mischpult runtergezogen und der andere hochgezogen wird. Die Regler kreuzen sich halt. Dies ist aber nur bei Stücken möglich, die aus- bzw. einfaden. Endet ein Titel mit einem Cut so sollte man diesen nicht wegblenden. Umgekehrt: beginnt ein Titel mit einem starken Auftakt muss dieser auch sofort in voller Lautstärke zu hören sein.

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Moderation mit Kreuzblende

Ein Klassiker im Hörfunk ist die Moderation über einer Kreuzblende, d.h. der Moderator setzt passend und rhythmisch im ausklingenden Stück nach dem Refrain mit seinem Text ein und schließt seine Moderation dann ab, wenn der Gesang des nächstes Stückes einsetzt. Dadurch soll der Hörer den Wechsel der Musik kaum merken. Er wird dynamisch mitgenommen. Blenden geschieht unhörbar.

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Atmosphäre

Geräusche

Durch den Einbau von Geräuschen, Atmosphären ja einem Klangteppich wird Radio erst richtig lebendig. Stimmen, Sprache, Musik und Geräusche machen Radio zum Kino im Kopf. Auch Geräusche transportieren Botschaften. Einerseits sind Geräusche in vielen Fällen eindeutig identifizierbar. Z.B. kennt jeder das typische Klicken eines Fahrkartenentwerters. Andererseits gibt es zwischen vielen Geräuschen eine sogenannte Klangverwandtschaft - z.B. Rauschen einer Autobahn oder eines Gebirgsbachs. Sämtliche Geräusche transportieren eine bestimmte Stimmung. Allerdings kann jede Person höchst unterschiedlich auf dasselbe Geräusch reagieren.

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Stimme

Sprechen im Radio

Letztlich ist Radiosprache Alltagssprache. Von daher sollte sich niemand bemühen in besonderer Art und Weise zu sprechen. Das klingt dann meistens unnatürlich und umständlich. Einfach gesagt: vor dem Mikro so sprechen wie sonst auch. Beachten können Sie Folgendes: im Stehen spricht es sich leichter, denn dann ist die Atmung entspannter. Langsamer: in der Regel sprechen wir alle zu schnell. Pausen einbauen. Eine gute Artikulation fördert das Verständnis. Also keine Endungen verschlucken und nicht zu viele Laute aneinander binden, denn dann hören sich mehrere Worte wie eins an. Die Wortbindung also die Aneinanderreihung von Wörtern darf aus Gründen der Deutlichkeit einerseits nicht zu stark sein, andererseits nicht zu schwach, denn dann besteht die Gefahr einer abgehakten Stimme.

Gehen Sie sparsam mit Betonungen um. Nur das wirklich Wichtige mit der Stimme hervorheben. Bei zu vielen Betonungen unterliegen Sie der Gefahr zum Märchenonkel/tante zu werden. Eine kleine Hilfe für Betonungen sind Textnotationen - Markierungen für Betonungen und Pausen. Hier sollte sich jeder Moderator einige wenige Zeichen überlegen, die er ständig verwendet.

Am wichtigsten ist die Vorbereitung. Ein paar Lockerungsübungen von Kopf bis Bauch sind ein guter Start. Durch lautes Einsprechen kommt man in den Text rein und überprüft nebenbei die Verständlichkeit des Geschriebenen. Gesprochen hört sich vieles ganz anders an als auf einem Blatt Papier. Ansprache: Sprechen Sie die Hörer an. Stellen Sie sich die Hörer vor. Wen wollen Sie ansprechen? Was wollen die Leute hören? Worauf wartet der Hörer? Wie gefällt ihm die Sendung? Was findet er spannend?

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Stimmbildung

Man muss grundsätzlich zwischen Sprecherziehung und Stimmbildung unterscheiden. Bei der Sprecherziehung geht es um die Artikulation, das Sprechtempo, die Betonungen usw. Eine Ausbildung der Stimme mit Klang und Klängen hin zu einem eigenen stimmlichen Charakter ist das noch nicht. Moderatoren, die lange Sprecherziehung genossen haben, hören sich vielfach sehr ähnlich an. Das ist zwar korrekt, vernachlässigt aber manchmal die eigene, persönliche Stimme. Zur Ausbildung einer Stimme hilft u.a. das Singen. Die ersten Bücher zur Sprecherziehung waren Gesangsbücher. Und: Stimmbänder sind keine Saiten sondern Muskeln, die trainiert werden können.

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Technik

Sämtliche Technik des Bürgerfunkstudios der Stadt Oberhausen entspricht professionellen Standards. Sie kann kostenlos genutzt werden. Mobile Aufnahmeeinheiten und Schnittcomputer stehen zur Ausleihe bereit. Da die Studios täglich intensiv genutzt werden, wird eine Belegliste geführt. Termine können Sie unter der Tel.-Nr. 02 08 / 8 25 20 93 vereinbaren. Voraussetzung zur alleinigen Studionutzung ist ein Technikführerschein, der in wenigen Stunden erworben werden kann. Wer sich die Techniknutzung auf Dauer nicht zutraut, kann gerne auf die Mitarbeiter des Bürgerfunkstudios zurückgreifen.

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Audio-Schnitt

Das Bürgerfunkstudio verfügt über mehrere digitale Schnittmöglichkeiten. Auf allen Rechnern ist das Programm Cut Master Pro V 4,0 installiert. Im Arranger wird die Sendung - vergleichbar mit einem Baukastensystem - zusammengestellt. Spracheaufnahmen, Musik und Geräusche werden auf mehrere Spuren verteilt und aufeinander abgestimmt. Zum digitalen Schnitt werden regelmäßig Schulungen angeboten. Eine Lernsoftware kann im Bürgerfunkstudio ausgeliehen werden. Liegen grundsätzliche PC-Kenntnisse vor, fällt das Erlernen des digitalen Schnitts auch den Anfängern leicht.

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Mikrofone

Mikrofon als Arbeitsgerät
Das Mikrofon ist das entscheidende Arbeitsgerät des Hörfunkjournalisten. Dies gilt sowohl für sämtliche Studiomikrofone als auch für die Reportagemikrofone. Sämtliche Sprechmikrofone unterscheiden sich von ihrer Aufnahmecharakteristika, d.h. hinsichtlich ihres Aufnahmewinkels. Der Abstand vom Mund zum Mikrofon sollte ca. 15 bis 20 Zentimeter betragen. Während einer Aufnahme sollte die Haltung vor dem Mikrofon in etwa gleich bleiben. Allerdings ist eine veränderte Haltung vor dem Mikrofon bewusst als Aufnahmeeffekt einsetzbar. Wenn Schauspieler ein Hörspiel aufnehmen, arbeiten sie mit ihrem ganzen Körper vor dem Mikrofon. Zum Beispiel verdeutlichen sie laute Rufe aus der Ferne, indem sie den Kopf vom Mikrofon wegdrehen. Dies erfordert allerdings viel Übung und Experimentierfreude. Die meisten Mikrofone haben zusätzlich einen Plopschutz, um plötzlich auftretende harte Laute zu dämpfen. Sämtliche Nebengeräusche wie Papierrascheln o.ä. sind zu vermeiden. Am besten den Studiotisch von allen Gegenständen frei räumen.

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Reportagemikrofone

Den Einsatz der Reportagemikrofone sollten Sie sorgfältig üben. Die Qualität der Aufnahmen vor Ort bestimmen die Qualität der Sendung. Manche Reportagemikrofone haben einen Ein- und Ausschalter. Diesen sollten Sie ständig in der On-Stellung stehen lassen, um niemals das Mikrofon im entscheidenden Moment ausgeschaltet zu haben. Bei Außenaufnahmen ist in der Regel ein Windschutz nötig. Windgeräusche führen zu unangenehmen Störungen bei der Aufnahme und sind im Studio nicht mehr korrigierbar.

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Studiomikrofone

Im Bürgerfunkstudio der Stadt Oberhausen sind derzeit drei verschiedenen Mikrofontypen vorhanden: Studiomikrofone von AKG, Headsets und ein Kugelkopfmikrofon. Die Studiomikrofone haben einen sehr angenehmen und professionellen Klang. Es sind Mikrofone mit einer so genannten Hypernierencharakteristik. Sie nehmen insbesondere den Schall von vorne auf. Seitlicher oder von hinten kommender Schall wird deutlich schwächer übertragen und hat keine Studioqualität mehr. Die Headsets sind mit einem Kopfhörer verbunden und haben ebenfalls einen sehr schönen Klang. Sie sind allerdings etwas empfindlich, so dass die Einstellung vor der Aufnahme sehr genau ausprobiert werden muss. Entscheidend ist der Abstand zum Mund, der während der Aufnahme nicht verändert werden darf. Die Gefahr von Verzerrungen und Ploplauten ist relativ groß. Sie können besonders bei mehreren Gesprächspartnern eingesetzt werden. Das auf dem Tisch platzierte Kugelkopfmikrofon im Studio nimmt den Schall von allen Seiten gleichmäßig auf und eignet sich daher am besten für die Aufnahme von Gesprächsrunden.

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Produktionsablauf

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie produzieren zunächst alle Wortbeiträge und mischen dann die Musik ein. Mit reichlich Erfahrung ist auch eine sogenannte 1 zu 1 Produktion möglich. Allerdings ist dabei die Gefahr von Fehlern am Größten. In jedem Fall müssen Sie vor Produktionsbeginn alle Mikrofone, Zuspieler, das Mischpult und den Rechner passend einstellen. Auch die Musik sollten Sie zurechtlegen. Je besser die Produktion vorbereitet ist, desto weniger Fehler passieren. Außerdem können Sie sich dann besser auf die Moderation konzentrieren.

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Reportage-Technik

Niemals ohne einen vorherigen Check der Reportage-Technik zu einem Termin gehen. Auch nach hundert Reportereinsätzen sollten Sie Ihr Gerät vor einer Aufnahme prüfen. Eine kurze Probeaufnahme mit den berühmten Sätzen Test, Test, Test gehört zur Reporter-Ausstattung dazu. Nichts ist unglücklicher als das Versagen des Aufnahmegerätes. Also: Batterie oder Akku in Ordnung? Tonträger dabei? Mikro und Kabel passen? Ersatzakku, zweite MD oder MC dabei? Alles beschriftet? Wird nichts überspielt? Zwischen Batterien und Akkus scheiden sich die Geister. Der Nachteil von Batterien ist, dass sie ihre Spannung zum Ende hin langsam verlieren und ein Großteil der Aufnahmen nicht mehr gelingt. Die Spannung der Akkus fällt zum Ende hin rapide ab, so dass nur die letzten Aufnahmeminuten verloren gehen. Letztlich helfen hier nur zwei Vorsichtsmaßnahmen: erstens vor dem Reportageeinsatz die Spannung des Gerätes prüfen und zweitens in jedem Fall Ersatzbatterien oder -akkus dabei haben. Das Bürgerfunkstudio der Stadt Oberhausen verleiht sowohl MD-Rekorder als auch professionelle Tapes. Beide Typen von Aufnahmegeräten haben ihre Vor- und Nachteile. Der Klang der MD-Rekorder ist nahezu rauschfrei, die kleinen Anschlüsse sind im Reportageeinsatz etwas empfindlich. Der Klang der Tapes ist etwas weicher und die Anschlüsse sind sehr robust. Entscheidend ist allerdings ein behutsamer Umgang mit den Aufnahmegeräten. In der Regel muss ein ruhiger Aufnahmeort für ein Interview ausgewählt werden. Die unruhige Haltung des Mikrofons, des Geräts und das Schlagen des Mikrofonkabels führen zu unangenehmen Knackgeräuschen. Im schlimmsten Fall werden die Aufnahmen unbrauchbar. Häufig ist es ratsam, dass eine Person die Technik bedient, damit sich der Interviewer ganz auf die Fragen und Antworten konzentrieren kann.

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Studiotechnik

Vor dem Beginn der Studioproduktion gehört ein Blick über alle Geräte und insbesondere über das Mischpult. Da häufig zahlreiche Gruppen ein Studio benutzen sind Regler verstellt und Sie müssen das Studio für Ihre Zwecke neu einrichten. Ein kleiner Aufwand, der sich lohnt. Sollten die Vorgänger im Studio z.B. mit einem Effektgerät gearbeitet haben, können alle Mikrofonaufnahmen unbrauchbar sein. Bei allen Aufnahmen sei es Musik oder Sprachen muss die Aussteuerung genau vorgenommen werden. Vor der eigentlichen Aufnahmen sollte eine Probeaufnahme durchgeführt werden. Die Aussteuerung hat nichts mit der Lautstärke zu tun. Die Pegel der Studiogeräte zeigen im Bürgerfunkstudio unterschiedliche Ausschläge an. Zunächst sollten Sie überprüfen, ob beim Zuspielen eine Verzerrung, Übersteuerung im Mischpult vorliegt. Hier sollten 0 dB nicht überschritten werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Die Aussteuerung z.B. beim Überspielen auf MD kann auch über den Inputregler am MD-Gerät vorgenommen werden.

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Medienkompetenz

Das Bürgerfunkstudio der Stadt Oberhausen ist zwar in erster Linie mit der Produktion von Hörfunksendungen beauftragt, aber der theoretische und praktische Erwerb von Medienkompetenz bei den Nutzern kommt als weitere Aufgabe immer stärker hinzu. Medienkompetenz meint einen verantwortungsvollen und kreativen Umgang mit Medien aller Art. Ziel ist eine eigene Urteilsfähigkeit beim Konsum und der Produktion von Medien. Wissen wie Medien arbeiten. Wissen wie Medien wirken. Wissen wie Medien produziert werden. Es geht einerseits um ein vertieftes Verständnis von Print, Hörfunk, Fernsehen und Internet und andererseits um die Beurteilung dieser Medien. Daher arbeitet das Bürgerfunkstudio mit zahlreichen medienpädagogischen Partnern zusammen. Die Angebote reichen von Einführungen in die Radiopraxis, Fortbildungen von Fachkräften bis hin zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Vereine, Verbände und Institutionen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf Anfrage.

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Medienlandschaft NRW

Die Mediengesetzgebung ist Ländersache und daher von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Der Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen stellt in dieser Form bundesweit eine Besonderheit dar. Das Land hat die privaten Lokalsender dazu verpflichtet 15 Prozent ihrer Sendezeit dem nicht-kommerziellen, werbefreien Bürgerfunk - im weitesten Sinne kulturellen Gruppen - zur Verfügung zu stellen. Mit der Sendezeit ist die tatsächlich ausgestrahlte tägliche Sendedauer gemeint. Diese ist von Sender zu Sender unterschiedlich. Weltnachrichten, Nachtprogramm und Sendestunden im Tagesverlauf übernehmen die Lokalstationen vom Rahmenprogrammanbieter Radio NRW, der seinen Sitz in Oberhausen hat.

Der zweite große Hörfunkanbieter in NRW sind die öffentlich-rechtlichen Programme:

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Öffentlichkeitsarbeit

Journalistisches Arbeiten im Print-, Hörfunk- und Fernsehbereich wird immer wieder mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung gebracht. Dennoch sollte man diese Arbeitsfelder unterscheiden. Journalismus im engeren Sinn meint die öffentliche Aufbereitung von Informationen mit dem Anspruch objektiver Berichterstattung. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dient meistens dem Interesse eines Verbandes, eines Unternehmens usw. Hier werden Informationen in einer ganz bestimmten Art und Weise zusammengestellt, um eine gewünschte Wirkung zu erzielen. Beispielsweise kommt der Bilanzbericht eines Unternehmens zu ganz anderen Ergebnissen als die journalistische Darstellung und Einschätzung.

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Recht

Grundsätzlich sind die Bürgermedien Meinungsforen. Die Meinungsfreiheit ist bekanntlich durch das Grundgesetz geschützt. Die Offenen Kanäle unterliegen nicht dem Presserecht, wohl aber dem allgemeinen Strafrecht. D.h. Sie dürfen nicht zu Straftaten aufrufen, Sie dürfen keine persönlichen Ehrverletzungen äußern und Sie müssen den Jugendschutz beachten. Das Presserecht ist ein Teilbereich der Meinungsfreiheit. Die Journalisten sind aber im Gegensatz zu den Bürgermedien der journalistischen Sorgfaltspflicht unterworfen. Sie müssen ihre Informationen genau prüfen und gegenteilige Meinungen zu Wort kommen lassen. In den Bürgermedien können dagegen bewusst subjektive Darstellungen gewählt werden.

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Werbung

Werbung ist im Bürgerfunk nicht erlaubt. Auch bei Berichten über Firmen oder Lokalitäten muss man vorsichtig sein. Selbstverständlich ist es im Rahmen eines Veranstaltungshinweises in Ordnung, den Namen und die Art und Weise der Veranstaltung zu nennen. Dennoch sollte man die Lokalität nicht über Gebühr loben, indem man deren angebliche Vorzüge mehrfach erwähnt. Entscheidend ist in diesen Meldungen der Informationscharakter und nicht die Bewertung einer auf Profit angelegten Firma.

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Literaturhinweise

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